[Bfa-newsletter] Ergänzung - Aktion Mi 17.11.: Gegen Ausschaffung von Bleiberecht-Aktivistinnen!

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Mo Nov 15 09:33:07 CET 2010


Aktion am Mittwoch, 17.11.2010:

Die Machenschaften der Schweizer Behörden erreichen ein neues  
Höchstmass an Unmenschlichkeit: Schwangere Frauen werden ausgeschafft!

Seit Anfang Woche befinden sich zwei schwangere Frauen aus Kamerun im  
Berner Regionalgefängnis in Ausschaffungshaft. Am kommenden Mittwoch  
sollen Marie-Helene E. (4. Schwangerschaftsmonat) und Aimé-Mireille D.  
(6. Schwangerschaftsmonat) zum Flughafen Zürich gebracht und am Tag  
darauf in ihr Herkunftsland ausgeschafft werden. Sollten die zwei  
Frauen im Zuge ihrer Abschiebung nicht kooperieren, drohen ihnen  
Zwangsmassnahmen zur endgültigen Durchsetzung ihrer Rückschaffung. Bis  
dahin sitzen sie in Ausschaffungshaft, in der sie unter psychischem  
und physischem Druck der Haftbedingungen leiden. Die Ausschaffung mit  
Zwangsmassnahmen bedeutet eine vollumfängliche Fesselung und eine  
Sichtverwehrung durch einen Helm, der Ähnlichkeiten mit einem Maulkorb  
aufweist. Erwiesenermassen führen die Umstände einer  
Zwangsausschaffung zu hohen Stresszuständen, die in anderen Fällen  
mitunter auch schon zum Tod geführt haben.

Ausschaffungen und Ausschaffungshaft bedeuten Brutalität, Gewalt und  
Missachtung der menschlichen Integrität und Würde. Ausschaffungen sind  
sowohl für die schwangeren Frauen wie auch für das ungeborene Kind ein  
riesiger Stressfaktor. Mit der Ausschaffungshaft und den  
Ausschaffungen von Frauen, die im sechsten Monat schwanger sind,  
erreicht die schweizerische Asylpolitik einen weiteren Höhepunkt an  
Skrupellosigkeit und Unmenschlichkeit.
Das schweizweite Bleiberecht-Kollektiv verurteilt diese Praxis! Wir  
sagen NEIN zur Ausschaffungen von schwangeren Frauen! Wir sagen NEIN  
zu ALLEN Ausschaffungen!

Mit einer Aktion vor dem Regionalgefängnis Bern am kommenden Mittwoch  
und einer anschliessenden Medieninformation auf dem Platz setzen wir  
ein Zeichen des Unmuts gegenüber der Schweizer Behörden und bekunden  
unsere Solidarität mit den betroffenen Frauen.

An dieser Aktion sollen alle solidarischen Menschen und Organisationen  
teilnehmen die gegen diese geplanten Ausschaffungen Stellung beziehen.  
Insbesondere rufen wir alle schwangeren und solidarisch schwangeren  
Frauen (Unterpulloverkissen) dazu auf, mit uns vor dem  
Regionalgefängnis zu protestieren.

Wir laden Sie/Ihre Organisation ein, die betroffenen Frauen zu unterstützen,

- indem sie eine eigene Stellungnahme/Communiqué zu diesen aktuellen  
Missständen der Ausschaffungspraxis verfassen (und ev. den Medien  
kommunizieren),
- indem Sie an der Platzkundgebung am Mittwoch um 11h vor dem  
Regionalgefängnis Bern teilnehmen und eventuell eine  
Solidaritätsbotschaft ihrer Organisation verlesen, oder
- indem sie uns ihre Unterstützung des Protests mitteilen und Ihre  
Organisation auf der Liste der unterstützenden  
Gruppen/NGO?s/Organisationen erscheint.

Bitte teilen Sie uns Ihre Unterstützung möglichst bis  
Montagnachmittag, 15.11. um 16 Uhr mit (per Mail an den Absender).
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und eine zahlreiche Teilnahme am Mittwoch.
Weitere Informationen zur Teilnahme und Mitgestaltung erhalten Sie  
unter: 077 414 99 86.

Kein Bébé ist illegal!

Mit solidarischen Grüssen,
Bleiberecht-Kollektive Bern, Basel, Fribourg, Zürich