[Bfa-newsletter] Freitag 14h Bremgarten: Kein Fussbreit dem Rassismus – Spaziergang für Grundrechte und Toleranz

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Do Aug 15 12:52:09 CEST 2013


Freitag 14h Bremgarten: Kein Fussbreit dem Rassismus – Spaziergang für
Grundrechte und Toleranz

Morgen Freitag werden Asylsuchende und besorgte BĂĽrgerinnen und BĂĽrger in
Bremgarten spazieren gehen. Der Spaziergang ist ein Protest gegen die
rassistischen Reglemente und Äusserungen der Behörden aller Ebenen in den
vergangenen Wochen. Der Spaziergang wird um 14.00 Uhr am Bahnhof Bremgarten
starten. Er wird an mehreren Orten vorbeiführen, die Asylsuchende nicht 
betreten sollen.

Wie das Bundesamt für Migration (BfM) unterdessen einräumte, sind die
Rayonverbote rechtlich nicht durchsetzbar. Stattdessen wird schwammig von
„Missverständnissen“, „Spielregeln“ oder „sensiblen Zonen“
gesprochen. Trotzdem bleiben die Absichten der Behörden sehr
beängstigend:  Gemeinde, Kanton und Bund werben um Verständnis für
staatlich verordneten Rassismus. Dies ist einer Gesellschaft unwĂĽrdig. Die
Verordnung, welche Asylsuchenden das unbegleitete Betreten von Schul- und
Sportanlagen verbietet, bleibt währenddessen in Kraft.

Die Menschen, die von solchen Regelungen betroffen sind, gehen dabei oft
vergessen und fast immer bleiben sie ungehört. Drei Aktivisten der
Autonomen Schule Zürich haben sich folgendermassen geäussert:
„Die Rayonverbote von Bremgarten und anderen Gemeinden erinnern mich an
Apartheid. Das ist direkter Rassismus. Wir sind alle schockiert.“ Abed
Azizi.
„Wir machen diese Aktion gegen die undemokratische Regierung der Schweiz.
Alle Menschen haben die Freiheit zu gehen, wohin sie wollen. Wir sind keine
Tiere, denen man befehlen kann, was sie machen sollen. Wer wir auch sind,
schwarz oder weiss, wir sind alle Menschen. Deshalb sollen wir auch alle
das Recht haben, an die gleichen Orte zu gehen.“ Ahmed Hasan.
„Wenn sie ehrlich wäre, könnte die Schweiz die Grenzen schliessen und
sagen, wir wollen keine Ausländer. Aber wenn sie das nicht tut und ein
demokratisches Gesicht zeigen will, kann sie die Migranten nicht so
behandeln.“  Khalid Ahmed

Wir fordern die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga und ihr
Departement auf, sich fĂĽr die Grundrechte aller Menschen in diesem Land
einzusetzen, und wir verlangen Richtlinien fĂĽr den Umgang mit
Asylsuchenden, die dem nicht widersprechen. Zudem fordern wir die lokalen
Behörden auf, anstatt der Segregation den Austausch zwischen
AsylbewerberInnen und der Bevölkerung zu organisieren.

Autonome Schule ZĂĽrich
Juso Schweiz und Kanton Aargau
ATD Vierte Welt

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Autonome Schule ZĂĽrich
Verein Bildung fĂĽr Alle
Badenerstrasse 565
8048 ZĂĽrich
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