[Bfa-newsletter] ASZ-Newsletter: Gelungene Aktion im Stadthaus

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Mi Mär 20 19:31:43 CET 2013


ASZ-NEWSLETTER vom 20.3.2013

Gelungene Aktion der Autonomen Schule im Stadthaus

Pünktlich um 14.30 versammelten sich vor dem Zürcher Stadthaus 150 Leute,
ausgerüstet mit Stühlen, Tischen, Flip-Charts und Transparenten. Denn der
Unterricht der Autonomen Schule Zürich (ASZ) fand heute nicht auf dem
Güterbahnhof-Areal statt, sondern im Stadthaus. Und anstatt deutsch zu
büffeln, stand zivilgesellschaftliches Engagement auf dem Programm: Der
ganze Unterricht drehte sich um die Frage, wie die Schule ein neues
Schulhaus bekommen sollte. Denn Ende April muss die ASZ ihre
Räumlichkeiten beim Güterbahnhof verlassen und trotz intensiver Suche hat
sie bisher noch keine Alternative gefunden.

Eine Schule statt Gefängnisse

Pünktlich um 14.30 stellten die 150 ASZler und ihre UnterstützerInnen ihr
Schulzimmer im Lichthof des Stadthauses auf und denonstrierten, wie
engagiert Deutschunterricht sein kann. Auf die Frage des Moderators "Wollt
ihr Gefängnisse" kam ein entschiedenes "Nein!", auf die Frage "Wollt ihr
ein Schulhaus" unisono ein lautes "Ja". Im gleichen Stil ging es weiter:
"Wir brauchen eine Schule. Wir wollen Deutsch lernen. Wir wollen Deutsch
verstehen. Wir wollen Deutsch-Kurse. Wir wollen Mathematik-Kurse. Wir
wollen Arabisch-Kurse". Alle Anwesenden, nicht nur die Teilnehmenden des
Deutschkurses, skandierten diese Sätze im gut gefüllten Lichthof des
Stadthauses.

Ein offener Brief

Nach dem Kurs übergab die ASZ einen überdimensionalen offenen Brief an
Stadtschreiberin Claudia Cuche-Curti, die ihn ohne Worte entgegennahm
(Brief im Anhang). Gefragt war die Stadt Zürich als Immobilienbesitzerin,
die der ASZ Räume für zehn Klassen mit unterschiedlichen Niveaus oder 200
SchülerInnen täglich zur Verfügung stellen könnte. Nun ist die Stadt
gefordert – die ASZ wartet jedenfalls gespannt auf Antwort.

Nicht nur eine Adressatin

Nicht nur die Stadt Zürich ist als Immobilienbesitzerin aufgerufen, der
ASZ Hand zu bieten. Auch die anderen grossen BesitzerInnen – Private,
Genossenschaften und die Kirchen – sind aufgefordert, Lösungen für das
Raumproblem der ASZ zu finden. Denn die ASZ ist zwar einerseits mit seinen
Kursen, kulturellen und anderen Aktivitäten aus dem Zürcher Stadtleben
nicht mehr wegzudenken. Als (migrantisches) Freiwilligenprojekt hat sie
aber andererseits nicht die finanziellen Mittel, um sich den Raum für ihre
kostenlosen Aktivitäten zu sichern.

Endlich ankommen

Darum musste die ASZ bisher leerstehende Häuser besetzen, um ihren
Unterricht durchzuführen. Mit ihrem offenen Aufruf an verschiedene
Eigentümergruppen soll sich das nun ändern: Nach dem nomadischen Dasein
der Schule in den letzten vier Jahren möchte die ASZ endlich ein festes
Zuhause, um sich Vollzeit ihrem eigentlichen Anliegen widmen zu können:
Allen Menschen Bildung zu ermöglichen, egal ob sie Geld haben oder nicht.
Dazu braucht es aber einen Freiraum, der von den Freiwilligen mit und ohne
Schweizer Pass selber verwaltet wird – einen Freiraum, wo nicht nur
unterrichtet, sondern auch gekocht, gebastelt, diskutiert, gefeiert wird.

Hier findet ihr mehr Informationen zur ASZ und zu ihrer Raumkampagne (inkl.
eine Broschüre für die Raumsuche):
http://bildung-fuer-alle.ch/unsere-grunds%C3%A4tze

Hier findet ihr Fotos von der Aktion:
http://www.flickr.com/photos/autonomeschule/

Die ASZ ist ein Ort des Austauschs. Sie lebt eine Willkommenskultur
gegenüber allen Menschen, fördert ein gutes Zusammenleben und geht die
Herausforderungen an, vor welche viele MigrantInnen durch institutionelle
Diskriminierung gestellt werden.

Die ASZ zeichnet sich durch eine klar antirassistische und engagierte
Haltung aus. Wir lassen uns nicht aus der Stadt verdrängen!

Autonome Schule Zürich / Verein Bildung für Alle

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Verein Bildung für Alle
Postfach 1132 8026 Zürich

Postkonto: 46-110-7

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www.bildung-fuer-alle.ch

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